Las Vegas im Miniaturwunderland – Photo by Andrey Belenko (Author), CC BY 2.0 (Licence)

Die Entertainment-Hauptstadt der Welt lädt dazu ein, das bunte Leben für sich zu entdecken. Las Vegas verkörpert nämlich vor allem eines: Entertainment pur. Naturliebhaber sind hier fehl am Platz, denn hier geht es primär um den Konsum in seiner reinsten Form. Viele farbenfrohe Lichter und Leuchtreklamen schmücken den berühmten Las Vegas Strip. Insbesondere die Kapellen sind dort bekannt, denn hier können sich Verliebte in Windeseile das Ja-Wort geben. Nebenan, in einem der pompösen Hotels, stehen dann die Flitterwochen auf dem Programm. Ein luxuriöser Palast steht neben dem nächsten: das Bellagio, das Venetian oder auch das sagenumwobene Caesars Palace. Und die drei stellen nur eine kleine Auswahl da, denn es gibt noch zahlreiche weitere nennenswerte Hotels. Selbstverständlich gehört es in Las Vegas zum guten Ton, dass die Hotels über hauseigene Spielbanken verfügen, in denen der Nervenkitzel auf die Gäste wartet. Außerdem zeichnen schier unzählige Shoppingmalls die Stadt aus, die alle aufwendig designt und aufgebaut sind. Das alles sind Attraktionen, die natürlich auch im Miniaturformat nicht fehlen dürfen, denn das sind nun mal die signifikanten Merkmale von Viva Las Vegas.

Beginnen wir die Reise mit dem Dreh- und Angelpunkt der Stadt: dem Las Vegas Strip. An dieser Straße steht alles, was von Bedeutung ist. Wir starten mit den wichtigsten Hotels und ihren Merkmalen. Insbesondere hier spielt die Beleuchtung eine große Rolle, daher werden vor allem viele LEDs benötigt und jede Menge feine Kupferlackdrähte. Das berühmte Bellagio Hotel erlangte seine Bekanntheit vor allem durch Filme wie beispielsweise Oceans Eleven. Dort gibt es populäre Fontänen, die perfekt synchronisiert zu einer Musik auf und ab springen und so die Besucher in ein wahres Staunen versetzen. Um das Bellagio nachstellen zu können, werden vor allem Materialien wie Holz, Farbe, Leim, Plastikplanen und eine Pumpe gebraucht. Das Venetian ist, der Name lässt es schon fast erahnen, das kleine Venedig von Las Vegas. Hier werden die gleichen Materialien wie bei dem Bellagio benötigt, außer dass die Pumpe hier nicht eingesetzt wird, da es keinen Brunnen gibt. Das Hotel zeichnet sich durch die Kanäle aus, auf denen kleine Gondeln fahren. Begleitet werden die Besucher von waschechten Gondolieri, die ein feines „O sole mio“ trällern. Dieses ganz besondere Fortbewegungsmittel chauffiert die Menschen innerhalb des Hauses von der Shoppingmall zu einem der Restaurants oder gar zu den Zimmern.

Kommen wir nun zu den wunderschönen Casinos, die das Stadtbild dominieren. Casinos sind für Las Vegas obligatorisch, denn seitdem diese Stadt besteht, sind dort auch diese Lokalitäten hier zu finden. Um die Stadt im Detail und so authentisch wie möglich zu bauen, könnte es interessant sein, einige historische Gebäude und ebenso Spiele wie Slots aus der Vergangenheit einzubauen, die im Allgemeinen eine wichtige Rolle in der Geschichte von Las Vegas spielen. Los geht es mit den allerersten Versionen des Einarmigen Banditen, der den Namen von John Dillinger und Charles „Pretty Boy“ Floys erlangte. Weiter geht es dann zu den elektronischen Slots, die bis heute Einzug in die Welt der Spielbanken gefunden haben. Sie kommen in ganz verschiedenen Designs daher, bei denen der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind. Hier finden Superhelden genauso Platz wie frische Früchtchen. Um so einen Slot oder Einarmigen Banditen originalgetreu nachbauen zu können, empfiehlt es sich, sich vorher noch einmal ausgiebig mit den Maschinen zu befassen. Es wird sich schnell herausstellen, dass dem Modellbau keine Grenzen gesetzt werden und die Elektronik eher trivial ist.

Beeindruckend wäre sicherlich ein kleiner Elvis, der vor einer Kapelle steht und ein heißes „Love me tender“ singt. Hier dürfen die bunten LEDs natürlich auch nicht fehlen, denn nur ein Elvis wäre einfach nicht kitschig genug. Dazu noch ein schickes, amerikanisches Muscle Car und die Blitzhochzeit Las Vegas-Stil erreicht ihren Höhepunkt.

Besonders imposant ist es natürlich, daß die Anlage über einen Tag/Nacht-Modus verfügt. Die kleinen LEDs machen zwar sicherlich am helllichten Tag eine gute Figur, doch bei Nacht verleihen sie dem Miniatur Las Vegas noch mal eine ganz besondere Atmosphäre. Um das umsetzen zu können, ist eine Lichtsteuerung vonnöten. Das Las Vegas für den Hobbyraum benötigt viel Liebe, Zeit sowie Geduld. Der Schweiß und die Arbeiten werden aber am Ende belohnt, denn wie auch die echte Stadt stellt das kleine Las Vegas einen echten Augenschmaus dar.